Liebesfilme

Das Schöne an Liebesfilmen ist: Es gibt unzählige Situationen, in denen man sie sehen kann. Natürlich wenn man selbst verliebt ist, im Kino, knutschend in der letzten Reihe. Bei Liebeskummer, im Bett mit Unmengen von Eis und Gummibärchen, natürlich müssen auch viele Packungen Tempos mit von der Partie sein.
Mit der besten Freundin, einer Flasche Sekt und völlig bequem in Jogginghose. An verregneten Sonntagnachmittagen, an denen man niemanden sehen will und das Telefon auf lautlos stellt.
Jeder hat einen Lieblingsliebesfilm. Manche sind in schwarz-weiß, manche erst wenige Jahre alt, aber alle unzählige Male gesehen. Der erste gute Liebesfilm ist wie die erste Liebe selbst: Man vergisst ihn niemals. Manchen Film haben wir so oft gesehen, dass wir mitspielen könnten. Wir haben mitgelitten, mitgeliebt und mitgehofft bis zum Schluss, immer und immer wieder.
Mag sein, dass es Menschen gibt, die mehr auf Actionfilme stehen, die lieber Dokumentationen anschauen oder sich bei Horrorfilmen entspannen – aber auch diese Menschen haben einen Lieblingsliebesfilm, ob sie es nun zugeben oder nicht.
Die Liebe ist existentiell, da ist es nur logisch, dass wir uns auch gern mit ihr umgeben. In Liedern, in Gedichten und eben in Filmen. Ein guter Liebesfilm macht Lust darauf sich zu verlieben, sei es in den eigenen Partner oder in eine völlig fremde Person. Wann ist ein Liebesfilm gut? Wenn er Spaß macht. Wenn er uns ein bisschen glücklicher und zufriedener sein lässt, nachdem der Vorhang gefallen ist. Auch wenn er uns ein bisschen wehmütig macht und uns zurück versetzt: Zu unserem ersten Kuss, zu unserer ersten Liebe und zu all den verrückten Gefühlen, die wir damals empfunden haben. Liebesfilme sind schön, sogar die superkitschigen. Denn wann sonst erlaubt man sich diese klischeehaften, kitschigen Gefühle, die ein rosarotes Seifenblasenglück versprechen? Vielleicht machen Liebesfilme die Welt für 90 Minuten ein bisschen besser.